BIK Modul 2: Zweiter Förderaufruf „Carbon Management“ (CCU/CCS)

BIK Modul 2: Zweiter Förderaufruf „Carbon Management“ (CCU/CCS)

BIK Modul 2: Zweiter Förderaufruf „Carbon Management“ (CCU/CCS)

Förderzeitraum: 06.01.2026 – 28.02.2026
BIK Modul 2: Zweiter Förderaufruf „Carbon Management“ (CCU/CCS)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) hat den zweiten Förderaufruf zu Modul 2 (Carbon Management) der BIK veröffentlicht. Im Fokus stehen Vorhaben der Industrie und der Abfallwirtschaft, die CO₂-Abscheidung und -Nutzung (CCU) oder CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS) umsetzen – einschließlich Direct Air Capture (DAC) und Direct Air Capture with CCS (DACCS).

 

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind Unternehmen (einzeln oder als Konsortium) mit Betriebsstätte/Niederlassung in Deutschland, die relevante CO₂-Emissionen verursachen oder CO₂ aus der Luft abscheiden.
In Teilmodul 2 können Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Konsortium beteiligt sein; mindestens ein Unternehmen muss die industrielle Anwendung der Ergebnisse in einer Produktionsstätte in Deutschland planen.

 

Was wird gefördert?

Teilmodul 1 – Investitionsvorhaben (CCU/CCS/DAC)
Im Fokus stehen Investitionen zur Nutzung oder Abscheidung von CO₂-Emissionen

  • aus Sektoren mit überwiegend schwer vermeidbaren CO₂-Emissionen: Kalk, Zement, thermische Abfallbehandlung

  • sowie aus Anlagen zur Abscheidung von CO₂ aus Umgebungsluft (Direct Air Capture)

Die abgeschiedenen CO₂-Emissionen müssen überwiegend aus Prozessemissionen bestehen.
CO₂-Nutzung ist u. a. förderfähig für

  • anorganische Karbonate und daraus hergestellte karbonatische Bauprodukte

  • weitere Produkte, die am Lebensende wieder einem CO₂-Kreislauf (z. B. via Pyrolyse oder Abscheidung) zugeführt werden können

Teilmodul 2 – Innovationsvorhaben (anwendungsorientierte FuE)
Gefördert werden anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur (Weiter-)Entwicklung von CCU/CCS-Prozessketten und zu ökonomischen/ökologischen Bewertungen. Schwerpunkte können u. a. sein:

  • innovative und effiziente CO₂-Abscheidung

  • CO₂-Nutzung als Rohstoff

  • Direct Air Capture / DACCS

  • Verfahren zur Erkundung, Erschließung und zum Monitoring von CO₂-Speichern

Sektorfokus: wie Teilmodul 1 plus Grundstoffchemie, Glas und Keramik. Voraussetzung ist ein TRL von mindestens 4; Förderung bis TRL 8.

 

Wie wird gefördert?

Teilmodul 1 (Investitionen)

  • Zuschuss bis max. 30 Mio. € je Unternehmen (für gewidmete Infrastruktur und Speicher bis 25 Mio. €)

  • Förderintensität: bis 30 % der förderfähigen Kosten

  • KMU-Bonus: +10 Prozentpunkte (mittlere Unternehmen), +20 Prozentpunkte (kleine Unternehmen)

  • Regionale Boni (Fördergebiete nach AEUV): +15 Prozentpunkte (Art. 107(3)(a)), +5 Prozentpunkte (Art. 107(3)(c))

Teilmodul 2 (Innovationsvorhaben – FuE)

  • Zuschüsse bis 35 Mio. € (industrielle Forschung), bis 25 Mio. € (experimentelle Entwicklung), bis 8,25 Mio. € (Durchführbarkeitsstudien)

  • Förderintensitäten: bis 50 % (industrielle Forschung), bis 25 % (experimentelle Entwicklung), bis 50 % (Studien)

  • KMU-Bonus wie oben; weitere Aufschläge bis max. 80 % möglich (je nach Konstellation)

 

Förderprogramm

Bekanntmachung Zweiter Förderaufruf zum Modul 2 (Carbon Management) der Förderrichtlinie für die Bundesförderung für Dekarbonisierung der Industrie und Carbon Management (Förderrichtlinie Bundesförderung Industrie und Klimaschutz, BIK)

 

Fördermittelberatung durch unser Team der Subventa GmbH

 

Bild von Andrzej Rostek

Weitere Beiträge

Dual-Use-Innovationen in Hessen
Förderzeitraum: 16.12.2025 – 31.04.2026
Netzwerk 2027 der Mittelstand-Digital Zentren
Förderzeitraum: 15.12.2025 – 31.03.2026
Drohnengestützte soziotechnische Innovationen & Geschäftsmodelle
Förderzeitraum: 09.01.2026 – 01.04.2026

Neueste Beiträge

Kontaktieren
Sie uns!

Unsere Mitarbeiter informieren Sie gerne. Unsere Vergütung ist erfolgsorientiert!