KI-Förderung für deutsche Schlüsselbranchen

KI-Förderung für deutsche Schlüsselbranchen

KI-Förderung für deutsche Schlüsselbranchen

Förderzeitraum: 31.07.2026 – 01.11.2026
KI-Förderung für deutsche Schlüsselbranchen

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert mit der Richtlinie „Leitprojekte für die Nutzung von KI in Wertschöpfungsketten“ industrielle, domänenspezifische KI-Anwendungen in deutschen Schlüsselbranchen.

Im Mittelpunkt stehen KI-Systeme, die gezielt auf konkrete Branchen, Prozesse und Wertschöpfungsketten zugeschnitten sind. Gefördert werden Transfer-Leitprojekte, die domänenspezifische Daten, Branchenwissen und KI-Methoden zusammenführen, um neue Wertschöpfungspotenziale in Deutschland zu erschließen. Projektskizzen können bis zum 01.11.2026 eingereicht werden.

 

Fördermittel für wen?

Antragsberechtigt sind insbesondere:

  • Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft insb. kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • weitere Institutionen mit Forschungsbeiträgen

Gefördert werden ausschließlich Verbundprojekte mit Industriebeteiligung. Die Vorhaben sollen maßgeblich von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft initiiert und koordiniert werden.

Die Förderung zielt insbesondere auf Konsortien mit starker Beteiligung von KMU. Die Einbindung von KMU als direkte Verbundpartner oder als assoziierte Pilotanwender ist ausdrücklich erwünscht.

 

Fördermittel wofür?

Gefördert werden risikoreiche industrielle Forschungs- und vorwettbewerbliche Entwicklungsvorhaben zur Nutzung von KI in Wertschöpfungsketten. Im Zentrum steht die Entwicklung von KI-Systemen, die tiefes domänenspezifisches Wissen, branchenspezifische Daten und reale industrielle Anwendungsfälle miteinander verbinden.

Die Projekte müssen insbesondere folgende Schwerpunkte adressieren:

  • domänenspezifische KI-Modelle und KI-Systeme
  • maßgeschneiderte Open-Source-Modelle
  • Integration von Fachvokabular, Prozesswissen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten
  • Datenpipelines und Integrationsschichten für branchenübliche IT-Systeme
  • Überwindung von Datensilos
  • offene Standards und Governance-Modelle für den Datenaustausch
  • tief integrierte KI-Lösungen für reale industrielle Workflows

Positiv berücksichtigt werden unter anderem Methoden wie Physics-Informed Neural Networks, Retrieval-Augmented Generation, Knowledge Graphs, Agentic Workflows, Federated Learning, Modellkompression, Transfer Learning, MLOps, Explainable AI, formale Verifikation, Adversarial Robustness, Human-in-the-Loop-Schnittstellen sowie Data Provenance und Data Lineage.

Relevante Anwendungsfelder sind insbesondere:

  • industrielle Fertigung und Maschinenbau
  • Mobilität und Automobilindustrie
  • Chemieindustrie und Cleantech
  • Medizintechnik
  • Agrarwirtschaft
  • Informations- und Kommunikationstechnik

Die Vorhaben müssen eine lückenlose KI-Wertschöpfungskette abbilden – von der methodischen KI-Entwicklung über Software-Integration bis zur operativen Anwendung in der jeweiligen Domäne. Reine Labordemonstratoren ohne Anbindung an reale Prozessumgebungen sind nicht förderfähig.

Zum Projektabschluss ist ein Transfer-Handbuch vorzulegen. Dieses soll als Blaupause für die Übertragung der Projektergebnisse auf andere Unternehmen der Domäne oder angrenzende Branchen dienen.

Nicht gefördert werden reine Investitionen in Rechenzentrums-Hardware, generalistische Sprachmodelle ohne spezifischen Branchenfokus, KI-Hardware sowie KI-Anwendungen in Personalwesen, Marketing, Kundenbetreuung, Predictive Maintenance, ziviler Sicherheit oder Pflegerobotik.

 

Fördermittel in welcher Form?

Die Förderung erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss.

  • Gesamtzuwendung je Konsortium:
    in der Regel 10 bis 20 Mio. Euro erwartet
  • Unternehmen:
    je nach Anwendungsnähe des Vorhabens in der Regel bis zu 50 % der zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten
    Maximale Beihilfeintensität: bei industrieller Forschung und experimenteller Entwicklung bis zu 80 % möglich
  • Hochschulen und Forschungseinrichtungen:
    bei nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten bis zu 100 % Förderung möglich
  • Hochschulen und Universitätskliniken:
    zusätzlich 20 % Projektpauschale bei nichtwirtschaftlichen Forschungsvorhaben

Die erste Förderphase kann bis zu 3 Jahre dauern. Eine zweite Förderphase von bis zu 2 weiteren Jahren ist möglich, wenn sich dadurch das Transferpotenzial der entwickelten domänenspezifischen KI-Lösungen deutlich verbessert.

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt. Zunächst ist eine gemeinsame Projektskizze des Verbunds einzureichen.

 

Förderprogramm

Richtlinie zur Förderung von Leitprojekten für die Nutzung von KI in Wertschöpfungsketten: Industrielle, domänenspezifische KI zur Erschließung von Wertschöpfungspotenzialen in deutschen Schlüsselbranchen

 

Fördermittelberatung durch unser Team der Subventa GmbH

 

Bild von Subventa mit Unterstützung von KI (ChatGPT)

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