Mit der Richtlinie „Disruptive Ansätze für die nächste Generation medizinischer Sensorik“ fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) innovative Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich medizinischer Sensorik. Im Fokus stehen hochinnovative Sensoren und Sensorsysteme mit medizinischem Anwendungsfall, hoher Markt- und Versorgungsrelevanz sowie einer klaren Perspektive bis hin zum Prototyp und zur späteren Markteinführung.
Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen
Hochschulen
außeruniversitäre Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen
Voraussetzung ist, dass zum Zeitpunkt der Auszahlung eine Betriebsstätte, Niederlassung oder sonstige relevante Einrichtung in Deutschland vorhanden ist. Privatpersonen sind nicht antragsberechtigt.
Gefördert werden vorwettbewerbliche, anwendungsorientierte Einzel- und Verbundprojekte sowie ein Begleitprojekt.
Im Mittelpunkt der Einzel- und Verbundvorhaben stehen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu innovativer Sensorik zur Messung klinisch relevanter Biomarker am oder im menschlichen Körper. Unterstützt werden Vorhaben mit deutlicher Innovationshöhe und hohem wissenschaftlich-technischem Risiko, die ohne Förderung nicht in vergleichbarer Form umsetzbar wären.
Förderfähig sind insbesondere Projekte zur:
Entwicklung deutlich verbesserter medizinischer Sensoren oder Sensorsysteme bis zum Prototyp
Miniaturisierung und Biokompatibilität medizinischer Sensorik
Verknüpfung von Sensorik, Edge KI und medizintechnischen Geräten
Entwicklung energieautarker und multimodaler Sensorsysteme
Nutzung neuer Materialien, etwa graphen- oder nanobasierter Ansätze
Verbesserung von Produktionsverfahren, Skalierbarkeit und Datenqualität
Erhöhung von Patientensicherheit und Nutzendenadhärenz
Ebenfalls angesprochen sind frugale, kosteneffiziente und skalierbare Lösungen. Entscheidend ist, dass ein konkreter medizinischer Anwendungsfall mit hohem Bedarf adressiert wird und eine realistische regulatorische sowie wirtschaftliche Entwicklungsperspektive besteht.
Nicht förderfähig sind Projekte, die lediglich inkrementelle Verbesserungen bestehender Sensorik anstreben, ausschließlich vorhandene Systeme wie Smartwatches zur Datenerhebung nutzen oder im Wesentlichen auf die direkte Zulassung beziehungsweise Zertifizierung eines Medizinproduktprototyps abzielen.
Das Begleitprojekt soll die geförderten Vorhaben vernetzen, Querschnittsthemen bearbeiten und regulatorische, qualitätsrelevante sowie datenschutzrechtliche Fragestellungen begleiten.
Nicht rückzahlbarer Zuschuss
Unternehmen: bis zu 100 % bei Grundlagenforschung, bis zu 50 % bei industrieller Forschung, bis zu 25 % bei experimenteller Entwicklung
KMU: Zuschläge möglich, insgesamt bis zu 80 %
Hochschulen: bis zu 100 %
Nichtwirtschaftliche Forschungseinrichtungen: bis zu 90 %
Bekanntmachung innerhalb der Richtlinie im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland zur Förderung von Projekten zum Thema Disruptive Ansätze für die nächste Generation medizinischer Sensorik
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