
Mit der Richtlinie „Innovative Grundlagen für KI-Methoden und ML-Modelle“ fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) Forschungsprojekte, die grundlegend neue KI-Methoden und Lernalgorithmen entwickeln. Im Mittelpunkt stehen hybride Ansätze, die lernende Verfahren mit explizitem Wissen, Kausalität, formalen/symbolischen Methoden oder physikalischen Modellen kombinieren, um Robustheit, Generalisierbarkeit und Nachvollziehbarkeit deutlich zu verbessern.
Hochschulen
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern
Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (inkl. Start-ups und KMU)
Projektverbünde/Konsortien sind vorgesehen; assoziierte Partner (Daten-/Transferpartner) sind ausdrücklich erwünscht
Voraussetzung zur Auszahlung: Betriebsstätte/Niederlassung bzw. Einrichtung in Deutschland
Gefördert werden Forschungsprojekte, die das Verständnis, die Leistungsfähigkeit oder die Effizienz von KI/ML grundlegend verbessern, insbesondere:
Grundlegende Fortschritte in der KI: Funktionsweise/Begrenzungen, Generalisierbarkeit, Robustheit, formale Methoden (z. B. Beweisverfahren), Neutralisierung manipulativer Trainingsdaten, neue Benchmarks, Vergleichs- und Metastudien
Hybride / informierte KI: Kopplung von Lernverfahren mit explizitem Wissen, Simulationen oder kausalen Strukturen (z. B. probabilistische Modelle, Bayesian Neural Networks, Graph Neural Networks, physik-informierte Netze, Diffusionsmodelle für synthetische Daten)
Agenten-zentrierte offen-lernende Systeme: Planung, Selbstverbesserung und Interaktion in komplexen Umgebungen (z. B. Reinforcement Learning) – sofern durch formale/symbolische Methoden nachweislich Robustheit/Generalität/Nachvollziehbarkeit steigen
Effizienz: grundlegende Ansätze zur effizienteren Trainings- und Inferenzmethodik, Kompression, modulare Architekturen, bessere Hyperparameter-Methoden, Übertragbarkeit vortrainierter Modelle – Fokus auf breite Anwendbarkeit und Verbreitung
Nicht Gegenstand der Förderung sind u. a.:
Projekte zu KI-Hardware/neuromorphem Computing
bestimmte Anwendungsfelder (u. a. Medizin, Personal, Bildung, Marketing/Kundenbetreuung, IT-Sicherheit, Predictive Maintenance, zivile Sicherheit, Drohnen, Robotik für Pflege)
geringfügige Implementierungsverbesserungen (z. B. „nur“ optimierte Sprachmodell-Implementierungen)
Anschaffung von Hard-/Software der Grundausstattung
Förderart: nicht rückzahlbarer Zuschuss (Projektförderung)
Förderumfang: bis zu 2 Mio. EUR je Vorhaben (zzgl. Projektpauschale), Laufzeit i. d. R. 3 Jahre
Förderquoten (AGVO-Rahmen):
Grundlagenforschung: bis zu 100 %
Industrielle Forschung: bis zu 50 % (Erhöhungen möglich, z. B. KMU/Kooperation/Verbreitung)
Experimentelle Entwicklung: bis zu 25 % (Erhöhungen möglich, z. B. KMU/Kooperation/Verbreitung)
Richtlinie zur Förderung von Forschungsprojekten zum Thema „Innovative Grundlagen für KI-Methoden und ML-Modelle“ des BMFTR
Bild von Subventa mit Unterstützung von KI (ChatGPT)
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