Vermeidung von klimarelevanten Prozessemissionen in der Industrie (KlimPro-Industrie II)

Vermeidung von klimarelevanten Prozessemissionen in der Industrie (KlimPro-Industrie II)

Vermeidung von klimarelevanten Prozessemissionen in der Industrie (KlimPro-Industrie II)

Förderzeitraum: 15.05.2024 – 30.06.2025
KlimPro-Industrie II

Wirtschaftlicher Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sollen trotz ambitionierter Klimapolitik gesichert werden. Die FördermaĂźnahme “KlimPro-Industrie II” des Bundesministeriums fĂĽr Bildung und Forschung (BMBF) unterstĂĽtzt innovative Projekte zur Emissionsvermeidung in der Industrie. Diese MaĂźnahme trägt zur Umsetzung des Klimaschutzplans 2050 und der Zukunftsstrategie der Bundesregierung bei.

 

Förderzweck

Die vorliegende Förderrichtlinie fördert Verbundprojekte zur Entwicklung von Technologien und Prozessen, die direkt klimarelevante Prozessemissionen vermeiden. CCU- und CCS-Projekte werden nur gefördert, wenn CDA-Verfahren dominieren. Reine CCS-Vorhaben sind nicht förderfähig. Projekte zur Substitution fossiler Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe werden nur unterstützt, wenn dies eine untergeordnete Rolle spielt.

Gefördert werden industrielle Forschungs- und Entwicklungsprojekte bis Technology Readiness Level (TRL) 5. Die Richtlinie ist technologie- und branchenoffen, unterstützt aber vor allem Projekte mit hohem Emissionsreduktionspotenzial. Besondere Branchen im Fokus sind die Eisen- und Stahlherstellung, die mineralverarbeitende Industrie, die Nichteisen-Metallindustrie und die chemische Grundstoffindustrie.

 

Förderschwerpunkte

Die Förderrichtlinie konzentriert sich auf Projekte zur Erforschung und Entwicklung neuer Technologien und Prozesse, die direkte Vermeidung von klimarelevanten Prozessemissionen ermöglichen. Besonders im Fokus stehen Projekte, die innovative Methoden der Treibhausgasvermeidung anwenden. Vorhaben zur Nutzung und Speicherung von CO2 (CCU und CCS) werden nur gefördert, wenn der Großteil der Emissionen durch direkte Vermeidung reduziert wird.

Eisen- und Stahlerzeugung: Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung klimafreundlicher Produktionsmethoden, wie der Direktreduktions- oder Elektrolyseverfahren. Wichtig ist die Entwicklung neuer Beheizungs- und EindĂĽsungssysteme fĂĽr klimaneutrale Reduktionsmittel wie Wasserstoff.

Mineralverarbeitende Industrie: Hier geht es um die Zement-, Keramik- und Glasherstellung. Der Fokus liegt auf der Nutzung alternativer Energieträger wie Wasserstoff und Biomasse sowie auf der Nutzung erneuerbarer elektrischer Energie. Die Dekarbonisierung der Rohstoffe ist ebenfalls entscheidend.

Chemische Industrie: Ziel ist die Defossilisierung durch Elektrifizierung von Prozessen und Nutzung neuer Kohlenstoffquellen, wie biogene Quellen oder CO2.

Nichteisen-Metallindustrie: Im Vordergrund stehen technologische Ansätze zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei der Produktion von Primäraluminium und anderen Nichteisen-Metallen sowie die Umstellung auf nichtfossile Brennstoffe und vollständige Elektrifizierung der Prozesse.

Die Projekte müssen eine systemische Betrachtungsweise und interdisziplinäre Zusammenarbeit aufweisen, um eine erfolgreiche Umsetzung und Übertragung in die industrielle Praxis zu gewährleisten.

 

Fördermittel im KlimPro-Industrie II

  • fĂĽr Unternehmen:
    i.d.R. 50 % Zuschuss
  • fĂĽr Universitäten o.a.:
    max. 100 % Zuschuss

 

Fördermittelberatung durch unser Team der Subventa GmbH

 

Bild von petrmalinak

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